Alles über Schlüssel und Schlösser: Allgemeine Überlegungen zu Schließsystemen

Alles über Schlüssel und Schlösser: Allgemeine Überlegungen zu Schließsystemen

Schließsysteme regeln den Zugang zu bestimmten Bereichen, indem sie ausgewählten Personen Zutritt gewähren und anderen den Zugang verwehren. Die Funktion eines Schlosses hängt jedoch nicht allein vom Schloss selbst ab. Elemente wie Ketten, Deckel, Riegel, Gitter und Türen ergänzen die Sicherheitsmechanismen. Bei Schlössern mit Schließzwang kann der Schlüssel nur entfernt werden, nachdem das Schloss verriegelt wurde.

Es gibt unterschiedliche Arten von Schließsystemen, von denen im Folgenden einige vorgestellt werden:

1. Fallriegelschlösser

Das Fallriegelschloss gilt als das älteste bekannte Schloss und wurde bereits im alten Ägypten genutzt. Es ist bis heute in Regionen wie den Färöer-Inseln oder Anatolien verbreitet. Charakteristisch sind die Stifte, die aufgrund ihres Gewichts in Löcher im Riegel fallen und diesen blockieren.

2. Schieberiegelschlösser

Das erste Schieberiegelschloss wurde etwa 800 v. Chr. von den Hethitern aus Holz gefertigt. Später entwickelten die Griechen und Römer diese Technik weiter. Schieberiegelschlösser werden an der Innenseite einer Tür montiert, um unerwünschten Zutritt zu verhindern. Mit einem Metall-Schlüssel werden Sperrklötzchen angehoben, wodurch die Verriegelung gelöst wird. Moderne Varianten kommen häufig bei Wohnungstüren zum Einsatz.

3. Vorhängeschlösser

Vorhängeschlösser gibt es in vielfältigen Ausführungen und für zahlreiche Einsatzbereiche, z. B. für Spinde, Schaltanlagen oder Werkzeugkisten. Oft sind sie in verschiedenen Farben erhältlich und bieten teilweise Zahlenkombinationen als zusätzliche Sicherheitsfunktion.

4. Schnappschlösser

Im Europa des 15. Jahrhunderts entstanden, erinnert das Schnappschloss an die Konstruktion des Schieberiegelschlosses. Es wird durch einen abgeschrägten Schnappriegel gesichert, der beim Schließen der Tür automatisch in die Verschlussposition springt. Der Schlüssel wird teilweise gedreht, um das Schloss zu öffnen. Wegen der handwerklichen Kunstfertigkeit galten Schnappschlösser als Meisterwerke der Schlosserzunft.

5. Zuhaltungsschlösser

Dieses Schloss wurde im 16. Jahrhundert entwickelt und spielt eine bedeutende Rolle für Türsicherungen. Gefederte Platten, die sogenannten Zuhaltungen, sichern den Riegel. Durch das Drehen des Schlüssels werden diese Platten angehoben, sodass sich der Riegel verschieben lässt. Eine zweite Umdrehung des Schlüssels sorgt für zusätzlichen Riegelvorschub, was das Aufbrechen erschwert.

6. Kombinationsschlösser

Die Geschichte der Kombinationsschlösser begann im 15. Jahrhundert. Sie kommen ohne Schlüssel aus und werden durch das Einstellen von Buchstaben- oder Zahlenkombinationen geöffnet. Diese Schlösser bestehen aus mehreren hintereinander angeordneten Ringen mit verschiedenen Positionen. Sie finden oft Anwendung bei Aktenkoffern und bieten hohen Komfort und Sicherheit.

7. Mehrzuhaltungsschlösser

Während der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert entstanden Mehrzuhaltungsschlösser, die bis heute als einfache Türschlösser genutzt werden. Mit steigendem Sicherheitsbedarf wurden diese Schlösser um mehrere Zuhaltungen ergänzt.


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Veröffentlicht in Schlüsselnotdienst München.

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